Archiviertes Physik-Kolloquium:

24. Jun. 2010, 16:15 Uhr, Gebäude NW1, Raum H3

Licht und Elektronen auf kleinstem Raum: Halbleiter-Nanostrukturen in optischen Mikroresonatoren

Dr. Kathrin Sebald, Inst. f. Festkörperphysik, FB1, Uni Bremen

Optische Mikrokavitäten speichern Licht auf kleinsten Raum und sind zentrale Bausteine zur gezielten Manipulation von Absorptions- und spontanen wie stimulierten Emissionsprozessen. Sie besitzen ein Volumen, dessen Ausmaße nur Bruchteilen eines Haardurchmessers entspricht. In Resonatorstrukturen dieser Art können während des epitaktischen Wachstums Halbleiterheterostrukturen eingebettet werden, die effiziente interne Nano-Lichtquellen darstellen. Von besonderem Interesse ist die Einbettung von Quantenpunkten, die aus nur einigen tausend Atomen bestehen. Diese sog. nulldimensionalen Halbleiterstrukturen ähneln in vielen ihrer Eigenschaften Atomen. In solchen Quantenpunktmikrokavitäten kann das Emissionsverhalten einzelner künstlicher Atome in Kopplung an die diskreten Moden des Resonators untersucht werden. Damit werden Effekte der Quantenoptik in einem Festkörpersystem experimentell zugänglich. Das große Interesse an diesem Forschungsgebiet basiert zum einen auf dem Studium fundamentaler quantenmechanisch