Archiviertes Physik-Kolloquium:

28. Oct. 2010, 16:15 Uhr, Gebäude NW1, Raum H3

Arterial Spin Labeling: kontrastmittel-freie MRT-Methode für Perfusionsmessung und mehr - Antrittsvorlesung

Prof. Dr. Matthias Günther, Fraunhofer MEVIS, Inst. for Medical Image Computing,

Bildgebende Verfahren in der Medizin sind heute in der Lage, nicht nur strukturelle Bilder vom Inneren des Körpers zu erzeugen, sondern können auch funktionelle Aspekte wie z.B. Durchblutung abbilden. Meistens wird dazu ein Kontrastmittel in eine Armvene eingespritzt, was für den Patienten nicht nur unangenehm ist, sondern auch nicht beliebig wiederholt werden kann. In dem Vortrag wird eine Technik vorgestellt, bei dem das Blut selbst als Kontrastmittel dient, man daher auf die Spritze verzichten kann. Dieses sog. Arterial Spin Labeling ist eine sehr flexible Technik, deren Anwendungsmöglichkeiten weit über die reine Durchblutungsmessung hinausgeht. So besteht die Möglichkeit, die Vorsorgungsgebiete einzelnern Gefäße genauso zu beobachten wie Austauschprozesse auf kapillarer Ebene.