Archiviertes Physik-Kolloquium:

23. Jan. 2014, 16:15 Uhr, Gebäude NW1, Raum H3

Das Cloud Projekt am CERN – Atmosphärische Nanowissenschaft mit dem Proton-Synchroton (Habil.-Kolloquium)

Dr. Björn Martin Sinnhuber, IUP Bremen/ KIT Karlsruhe

Das CLOUD Projekt am europäischen Kernforschungszentrum CERN wurde initiiert, um den Einfluss von kosmischer Strahlung auf atmosphärische Aerosolnukleation und Wolkenbildung unter Laborbedingungen zu untersuchen. Es ist das erste und bisher einzige Experiment am CERN, das sich Fragen der Klimaforschung widmet. Aerosole und Wolken beeinflussen nachhaltig das regionale und globale Klima auf der Erde und stellen noch immer die größte Unsicherheit im Verständnis von Klimaänderungen dar. Das CLOUD Projekt verwendet nun das Proton-Synchrotron am CERN, um mit einem Pionenstrahl, dessen Energiebereich und Ionisationsdichte dem galaktischer kosmischer Strahlung entspricht, Experimente zur Aerosolnukleation durchzuführen. Damit sollen Theorien, die einen Zusammenhang zwischen Variationen in der Intensität kosmischer Strahlung und Bewölkung postulieren, experimentell überprüft werden. Bisher konnten bereits mit dem Experiment einige fundamentale Ergebnisse zum Verständnis der Aerosolnukleation auf der Nanometerskala gewonnen werden.